Meine Haartransplantation Erfahrungen in der Türkei

Ich wette, du bist auf diesen Blog gestoßen als du „Haartransplantation Erfahrungen“ gegoogelt hast. Dies zeigt mir, dass du mit dem Gedanken spielst eine Haartransplantation durchzuführen. Andere Erfahrungsberichte zu lesen ist auf jeden Fall der richtige Schritt, bevor du dich blindlings auf irgendeinen Anbieter festlegst. Auf diesem Blog möchte ich über meine FUE Haartransplantation Erfahrungen berichten. Meine Haartransplantation fand am 16.2.2016 in Istanbul statt (zu dieser Zeit gab es viel weniger Erfahrungsberichte im Internet als heutzutage). Das Ziel ist, diesen Blog regelmäßig zu updaten und zu dokumentieren, wie sich meine Haare nach der Haartransplantation entwickeln. Darüber hinaus recherchiere ich auch alle möglichen Themen und Haarausfall Behandlungen und möchte allen Lesern einen reichhaltigen Pool an faktenbasierten Informationen rund um das Thema Haarausfall bieten, damit sich jeder umfassend informieren kann.

Warum eine Haartransplantation in der Türkei?

In jüngster Zeit hat sich die Türkei als beliebtestes Ziel für Haartransplantationen herauskristallisiert. Haartransplantationen in der Türkei werden immer beliebter und Tausende von Patienten unterziehen sich dort jeden Monat einer Haartransplantation.

Die Türkei hat diesen Spitzenplatz aus einer Reihe von Gründen erreicht, wobei der Hauptgrund ganz klar der günstige Preis für Haartransplantationen in der Türkei ist. In der Regel ist die Anzahl der Operationen zur Haarwiederherstellung in den Industrieländern viel zu hoch und die Kosten für den Eingriff können 5stellig sein. Dieselbe Behandlung kann man für gerade einmal durchschnittlich 2000 Euro in der Türkei erhalten.

Ich bin sicher, viele Leser wundern sich über die Qualität der Behandlung. Du kannst dir sicher sein, dass Du in der Türkei die beste Behandlung für Deine Haartransplantation erhalten wirst, da hier die weltbesten Chirurgen praktizieren, die über immenses Wissen und Know-how auf diesem Gebiet verfügen.

Abgesehen davon sind die Haartransplantationskliniken in der Türkei mit der neuesten Infrastruktur ausgestattet und verwenden die fortschrittlichsten Techniken, wenn es um die Haarwiederherstellung geht.

Mit der Menge an Operationen, die täglich durchgeführt werden, haben die Chirurgen hier viel Erfahrung und können die besten Ergebnisse erzielen.

Was ist in Bezug auf die Kosten für Haartransplantationen in der Türkei zu erwarten?

Wie ich bereits erwähnte, waren die erschwinglichen Kosten für Haartransplantationen in der Türkei der Hauptgrund, warum ich mich dazu entschied, in die Türkei zu fliegen, um mich behandeln zu lassen. Ich hatte einige Jahre lang Haarausfall und über einen gewissen Zeitraum hinweg entwickelten sich sehr stark ausgeprägte Geheimratsecken.

All das hat mich wirklich genervt! Ich habe alles versucht, um den Haarausfall zu stoppen, sei es mit verschiedenen Shampoos oder topischen Salben wie Rogaine, einem Haarwuchsmittel oder einer Vielzahl von Ölen und Hausmitteln, aber leider hat nichts geholfen.

Eine Haartransplantation kam mir in den Sinn, aber ich konnte und wollte mir die hohen Kosten in Deutschland nicht leisten. Einmal stieß ich beim Surfen im Internet auf der Suche nach einer wirtschaftlichen Lösung gegen Haarausfall auf Haartransplantation in der Türkei.

Ich habe erfahren, dass es heutzutage keine große Sache ist, zur medizinischen Behandlung in ein anderes Land zu gehen, um Geld zu sparen. Bei weiteren Nachforschungen wurde mir klar, dass die Türkei aufgrund ihrer fortschrittlichen Behandlungsoptionen und der geringen Kosten für Haartransplantationen in der Türkei als eine Art Zufluchtsort für Haartransplantationen angesehen wurde.

Es hat mich wirklich fasziniert und ich habe Kontakt mit einigen renommierten türkischen Haartransplantationskliniken aufgenommen, um den Prozess und die Preise zu verstehen. Auf der Suche nach den besten Kliniken wurde mir klar, dass es allein in Istanbul mehr als 300 Haartransplantationskliniken gab. Darüber hinaus suchte ich im Internet auch nach Haartransplantation Erfahrungen, wobei es da noch nicht soviele Blogs und Youtube Videos gab.

Die Kliniken, mit denen ich Kontakt aufnahm, waren sehr professionell und einige von ihnen waren von der JCI akkreditiert. Sie gaben mir alle Details und ich schickte ihnen meine Fotos, um einen Kostenvoranschlag für Haartransplantationen in der Türkei zu erhalten.

Mir wurde mitgeteilt, dass ich für eine Haartransplantation in der Türkei etwa 2000 Euro (+/- wenige 100 Euro je nach Klinik) bezahlen muss.

Die Kosten für Haartransplantationen in der Türkei beinhalten auch eine Reihe von Dienstleistungen, die völlig kostenlos sind. Neben der eigentlich Operation erhält man auch eine kostenlose Unterkunft in einem guten Hotel, Transfer vom Flughafen hin und zurück im privaten Shuttle, Dolmetscherservice, Medikamente, Nackenkissen usw.

Zu guter letzt habe ich mich für die beste Haartransplantationsklinik in der Türkei entschieden, nachdem ich Bewertungen mehrerer Zentren gelesen und über verschiedene Haartransplantationschirurgen recherchiert hatte und dass Glück hatte, ein persönliches Gespräch und Analyse mit dem behandelnden Arzt in Berlin führen zu können.

Ich konnte einfach nicht länger warten und nachdem ich meinen Operationstermin zum frühestmöglichen Zeitpunkt festgelegt hatte, flog ich in die Türkei für meine Haartransplantation.

Haartransplantation Erfahrungen Teil 1: Vor der Haartransplantation

Bevor ich mich entschied eine Haartransplantation zu machen, hatte ich mich jahrelang mit meinen Geheimratsecken herumgeärgert. Zwar war es bei mir noch nicht so schlimm, wie bei manch anderem, aber trotzdem habe ich ständig die Frisur in Schaufenstern und Spiegeln kritisch überprüft und zudem immer meinen Kopf mit Haarspray zugekleistert, damit ja nur kein Windstoß die hässlichen Geheimratsecken entblößt.

Zwischendurch habe ich Minoxidil ausprobiert, aber davon habe ich nur einen juckenden Kopf bekommen und Herzrasen, so dass ich es relativ schnell wieder abgesetzt habe (einen positiven Erfahrungsbericht zum Thema Minoxidil/Regaine Schaum von Gastauthor Jan findet ihr hier). Zuletzt wurden die Geheimratsecken aber so groß und auch die „Insel“ in der Mitte der Stirn wurde lichter, so dass es immer komplizierter wurde, das Ganze zu verstecken. Eine Lösung musste also her.

Ich habe mich viel im Internet belesen und habe mich dann letzten Endes für eine FUE Haartransplantation entschieden. Nachdem ich mich dann nach eingehender Recherche für einen Anbieter entschieden hatte, startete also mein Projekt „Haartransplantation in der Türkei“.

Hier kann man meinen Haarzustand vorher sehen:

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Haartransplantation Erfahrungen Teil 2: Mein Aufenthalt in der Türkei

Tag 1: Ankunft in Istanbul

Am 15.2.2016 flog ich also nach Istanbul. Der Flug verlief angenehm und ich landete wohlbehalten in Istanbul. Dort wurde ich bereits von meinem Fahrer erwartet, der mich dann direkt zum Krankenhaus fuhr, wo ich von einer deutschsprachigen Mitarbeiterin sogleich abgeholt wurde. Meine Personalien wurden aufgenommen und danach ging es gleich noch zur Blutabnahme. Diese ist Pflicht, da festgestellt werden muss, ob man ggf. irgendwelche Krankheiten (HIV etc.) hat. Falls beim Bluttest ein Problem festgestellt wird, kann man die Haartransplantation nicht machen.

Im Zweifelsfall ist es also ratsam, in Deutschland beim Arzt einen Blutcheck zu machen. Nach dem Blutcheck bekam ich noch Instruktionen, wo und wann ich mich am nächsten Tag einfinden sollte. Danach ging ich zum 4 Sterne Hotel, welches sich praktischerweise direkt neben dem Krankenhaus befindet (ca. 50-100 Meter Entfernung). Ich checkte ein, bezog mein sehr luxuriöses und stylishes Zimmer und verbrachte den Rest des Tages mit ein paar kleineren Einkäufen in der näheren Umgebung und mit Entspannen. Ich ging relativ zeitig zu Bett, da ich am nächsten Tag fit und ausgeruht für die OP sein wollte.

Tag 2: Der Tag der Haartransplantation

Ich war für 7:30 Uhr morgens im Krankenhaus bestellt und musste so relativ zeitig aufstehen. Vorher habe ich noch ein leckeres Frühstück im Hotel zu mir genommen. Auf den Kaffee musste ich leider verzichten, da empfohlen wird, 24h vor der OP kein Koffein zu sich zu nehmen. Danach ging ich ins Krankenhaus und bekam dann dort von der deutschsprachigen Mitarbeiterin noch einmal den OP-Verlauf erklärt. Darüber hinaus musste noch der Aufnahmebogen ausgefüllt werden, d.h. man wird nach etwaigen Krankheiten befragt, früheren Operationen etc. Danach wurde ich in die OP-Räumlichkeiten geleitet. Diese darf man nicht mit Straßenschuhen betreten und es gibt im Eingangsbereich Schließfächer usw. wo man seine Schuhe, Jacke etc. ablegen muss.

Es empfiehlt sich am OP Tag ein Hemd zum knöpfen zu tragen, damit man nach der OP nichts über den Kopf ziehen muss. Das Hemd muss man ausziehen und man bekommt dann ein OP-Hemdchen angezogen. Den Rest der Sachen kann man ganz normal anlassen und damit man nicht auf Socken gehen muss, bekommt man auch noch Einweg-Pantoffeln. Wenn man eine Tasche oder Rucksack hat, so kann man diesen mitnehmen.

Nach dem Umziehen ging es dann in den Rasurraum, wo mir der Kopf rasiert wurde. Man kann die Haare auch behalten, allerdings hätte das bei mir blöd ausgesehen und Haare wachsen ja auch wieder, deswegen entschied ich mich für eine Komplettrasur. Danach ging es dann in den OP-Raum, wo der Doktor dann die Haarlinie einzeichnete.

In der Klinik sah ich mehrere Patienten, von denen einige operiert worden waren, einige zur Nachsorge und andere zur Konsultation wie ich gekommen waren. Die Klinik war hochmodern, mit den neuesten Geräten ausgestattet und als ich den Arzt traf, fühlte ich mich beruhigt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Der Doktor war sehr herzlich und aufmerksam. Er analysierte meine Kopfhaut und erzählte mir kurz von der Prozedur.

Dann ging es zum OP Raum. Ich bekam eine Lokalanästhesie auf meiner Kopfhaut, damit ich keine Schmerzen verspüre. Dann entfernte der Chirurg bzw. die Assistenten die Haarfollikel aus dem Spenderbereich, der sich auf der Rückseite und den Seiten des Kopfes befindet.

Die Spritzen an sich waren nicht unbedingt angenehm, aber es gibt schlimmers. Für mich war das kurzfristige Herzrasen nach den Anästhesie-Spritzen weitaus schlimmer als die Spritzen selbst. Aber die Dolmetscherin war dabei und hat vorher noch gesagt, dass es zu Herzrasen kommen kann. Dementsprechend war ich etwas beruhigter ob des Wissens, dass dies normal ist. Das Herzrasen hörte dann auch relativ schnell wieder auf und die Anästhesie wirkte dann auch schon. Die gesamte Prozedur bereitete so gut wie keine Schmerzen und wenn es anfing zu zwicken, dann konnte man einfach bescheid geben und es wurden neue Betäubungsspritzen gesetzt. Nach der Extraktion gab es eine kurze Mittagspause.

Nach der Pause begannen der Chirurg und seine Assistenten, die Transplantate in die zuvor präparierten Schlitze im Empfängerbereich zu implantieren. Schmerzen hatte ich wie gesagt keine. Nur die Länge der Haartransplantation mit etwa 8 Stunden war doch schon recht hart und am Ende konnte ich auch kaum noch liegen und hatte dann auch keinen Bock mehr 😉

Der Arzt hatte Antibiotika verschrieben, um Infektionen und Schmerzmittel abzuwehren. Während meiner ersten Konsultation wurde ich über die möglichen Nebenwirkungen informiert und war erleichtert zu wissen, dass es keine dauerhaften und schwerwiegenden Komplikationen gab. Kleinere Nebenwirkungen wie Schwellungen, Blutergüsse, Juckreiz und Schmerzen lassen innerhalb weniger Tage nach.

Die erste Nacht habe ich im Sitzen mit dem Nackenhörnchen „geruht“ (an schlafen war nicht wirklich zu denken). Nach der Transplantation kamen dann auch die Schmerzen wieder, da die Anästhesie nachgelassen hatte. Der nette Herr vom Zimmerservice im Hotel, der mir Abendessen brachte und jeden Tag Transplantierte sieht, meinte, dass am nächsten Morgen alles wieder gut ist. Fand ich sehr nett von ihm und er hatte recht. Am nächsten Morgen ging es mir blendend, als wäre nie etwas gewesen!

Tag 3: Nachuntersuchung in der Klinik und Heimreise

Am nächsten Morgen fand ich mich dann wieder in der Klinik ein und der Doktor machte einen Verbandswechsel, sowie eine erste Haarwäsche und sah sich das Ergebnis an. Es war alles in Ordnung. Ausgerüstet mit schickem Stirnband und Anglerhut ging es sodann zurück zum Flughafen und Richtung Heimat.

Der beste Teil der Haartransplantation ist, dass keine besondere Pflege und Vorsichtsmaßnahme erforderlich ist. Wir müssen nur die grundlegende Routine befolgen, d.h. insbesondere die ersten Tage lang direkte Sonneneinstrahlung sowie schwitzen vermeiden sowie den Kopf mit einem Hut bedeckt halten, um ihn vor Staub und Verschmutzung zu schützen und mit einem Nackenhörnchen schlafen, damit man die noch empfindlichen Grafts nicht beschädigt.

Ich werde demnächst noch ein bisschen mehr zu den Zwischenergebnissen schreiben, meine tägliche Haarpflege usw., aber fürs erste gibt es erstmal Bilder von dem Endergebnis nach knapp 12 Monaten.

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